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Antrag Erhöhung Pfändungsfreigrenze

Antrag auf Erhöhung der Pfändungsfreigrenze

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Mit diesem Schreiben an das Insolvenzgericht kann der Freibetrag (pfändungsfreies Arbeitseinkommen) erhöht werden, um die notwendigen Lebenshaltungskosten zu sichern. Das Gericht wird hierzu belegende Unterlagen anfordern und dem Antrag stattgeben, wenn keine überwiegenden Gläubigerinteressen dagegen sprechen.

Hintergrund:

Jeder Mensch verfügt normalerweise über irgendein Einkommen, sei es Arbeitseinkommen, Renteneinkommen, Unterhaltszahlungen, Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts, regelmäßige Versicherungsleistungen o.ä.

Bis zu einer bestimmen Höhe, deiner sog. „Pfändungsfreigrenze“ und je nach Art des Einkommens sind diese Einnahmen nicht pfändbar und können daher auch vom Insolvenzverwalter nicht beansprucht werden.

Die Höhe dieser Pfändungsfreigrenze hängt auch von der Zahl der Unterhaltspflichten (= Menschen, denen man gesetzlich zum Unterhalt verpflichtet bist) ab.

Manchmal ist nicht ohne Weiteres klar, in welcher Höhe das Einkommen pfändungsfrei ist, dann kann dies über das Insolvenzgericht geklärt werden.

Werden z.B. deiner Meinung nach nicht alle Unterhaltspflichten berücksichtigt, kann man einen entsprechenden Antrag auf Berücksichtigung beim Insolvenzgericht stellen.

Es kann aber auch besonder Situationen geben, in denen das gesetzliche pfändungsfreie Einkommen nicht ausreicht, um die Existenzgrundlage abzusichern, während ein Teil des Einkommens an den Insolvenzverwalter abgeführt wird.

Dann hat man unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit (Härtefall), eine erhöhte Pfändungsfreigrenze geltend zu machen, damit mehr vom Einkommen  pfändungsfrei bleibt.

 

Pfändungsfreigrenze

Änderung des Freibetrags

 

Einkommensnachweis im Insolvenzverfahren

Musterbrief Übersendung Einkommensnachweis an Insolvenzverwalter:

hier klicken für Download: Einkommensnachweis

Mit diesem Schreiben an den Insolvenzverwalter / Treuhänder kann die Pflicht zur Vorlage eines Einkommensnachweises bzw. Nachweises über die Bemühungen um eine angemessene Erwerbstätigkeit erfüllt werden. Diese Pflicht gehört zu den Kernaufgaben eines Schuldners im Insolvenzverfahren. Wird sie nicht erfüllt, droht die Versagung der Restschuldbefreiung!

Hintergrund:

Während des gesamten Verfahrens fließt das pfändbare Arbeitseinkommen (sofern vorhanden) an den Insolvenzverwalter. Dieser sammelt es auf einem Treuhandkonto und verteilt es an die Gläubiger, wenn die Verfahrenskosten vollständig gedeckt sind.

Einkommensnachweis

Abtretungserklärung im Insolvenzverfahren